
Beim Combat Extract werden die Bodenkräfte des TITAN Platoons innerhalb von laufenden Operationen via MATS-Mission aus vermutet feindlichem oder feindlichem Gebiet verlegt. Ziel ist es alle zu verbringende Element des Platoons schnell, vollständig, geordnet und unter Eigensicherung auf die zugewiesenen Luftfahrzeuge zu Boarden. Diese Aufgabe ist hochkomplexer Natur, da sowohl die Boden als auch die Luftkräfte koordiniert und fehlerfrei zusammenarbeiten müssen, um eine erfolgreiche Extraction bei einer heißen Landezone sicherzustellen. Erschwert wird die Aufgabe durch die mögliche Präsenz von feindlichen Kräften, die während aller Phasen der Combat Extraction den Prozess stören und im schlimmsten Fall ganz verhindern können.
Zur sicheren Aufnahme aller Bodenelemente ist der Extractionsprozess in die vier Phasen Setting, Infiltrate, Protect und Boarding unterteilt. Begonnen wird mit einer möglichst frühzeitigen Vorplanung der EZ durch PTL/SQL und dessen CCT/SOTAC, dies ermöglicht den Bodentruppen den optimalen Zugang zur geplanten EZ zu finden und die bestmöglichen Verteidigungspositionen zu nehmen und zu halten. Durch die Sicherung der EZ wird der eigentlichen MATS-Mission die durch den CCT/SOTAC gesteuert und überwacht wird ermöglicht. Nach dem Aufsetzen der Luftfahrzeuge gilt es die gesamten Bodentruppen die für die Verlegung vorgesehen sind schnell und geordnet die Luftfahrzeuge zu Boarden.
In der Setting Phase entscheidet sich, ob eine Extraction Aussicht auf Erfolg hat. Während PTL und CCT die globale Planung und die zeitliche Einsteuerung der MATS-Mission durch den Aircraft-Check-In planen, muss der verantwortliche SOTAC die optimale Position für die Battle Position (BP), Initial Point (IP) und die eigentliche Extraction Zone (EZ) entsprechend der eigenen Lage, Terrain und Feindlage finden und markieren. Nach erfolgter Feinplanung wird nach Kontrolle des Squadleaders, der die Durchführbarkeit der Anlandung aus Sicht der Bodentruppen bewertet, die EZ zur finalen Freigabe dem Platoon Element vorgestellt. Erst nach Freigabe durch PTL und CCT erfolgt der Aufbau der Sicherung durch die Bodenkräfte.

Die Phase der Infilitation ist dadurch gekennzeichnet, dass Squadleader der geplanten Sicherungselemente auf Grundlage von Eigen-, Gelände- und Feindlage optimale Positionen zur Sicherung der vorgegebenen Extraction Zone planen und ihr Squad schnell und sicher diese Beziehen lassen. Dabei sind entsprechende Schwerpunkte zu bilden, um auf eine mögliche Feindlage maximal wirken zu können. Zeitgleich muss eine zügige und dynamische Aufteilung der Sicherungsbereiche unter den Squadleader erfolgen, damit keine Sicherungslücken entstehen und durch die hohe Konzentration an Personal in der EZ kein Chaos entsteht.

Damit eine Freigabe für die MATS-Mission zum Einflug in die EZ erfolgen kann, muss der Bereich den Randbedingungen entsprechend Best möglichst durch die Squad Elemente abgesichert werden. Dabei bauen die Fireteam Elemente auf die Vorplanung der EZ-Setting und Infiltration Phase auf. Neben der effektiven Sicherung der EZ ist zu beachten, dass die Positionen der Fireteams so gewählt werden muss, dass ein möglichst sicherer Abzug bei Anlandung der Helikopter ermöglicht wird, da je nach Situation die Sicherung der Landezone durch die Bodentruppen schlagartig abgebrochen werden kann und dementsprechend eine schnelle Boarding Procedure erfolgen muss.

Die kritischste Phase im Combat Extraction ist die Boarding Procedure, da gleichzeitig der Druck auf die mögliche feindliche Kräfte gelockert wird durch das Einziehen der Sicherung und die Luftfahrzeuge der MATS-Mission unbeweglich und höchst verwundbar in der EZ stehen. Damit die Gefahr so gering wie nur möglich für die Luftfahrzeuge ist wird ist die Standzeit der Helikopter auf dem Boden so gering wie nur möglich gehalten. Dazu ist es wichtig das eine saubere und rechtzeitige Kommunikation zwischen verantwortlichen SOTAC, SQL und dem Platoon Element stattfinden, damit die einzelnen Squads aus der Sicherung gelöst werden können und den Boarding Prozess durchzuführen.
