Das militärische Fallschirmspringen ist eine sehr effiziente Verbringungsart, um Spezialkräfte schnell und unbemerkt in das Einsatzgebiet zu befördern. Mit den Gleitfallschirmen (Flächenfallschirm) können unterschiedliche Absprungvarianten praktiziert werden, die von Auftrag und Lage der Landezone abhängen. Das TITAN Platoon nutzt diese Art der Verbringung vor allem dann, wenn eine Hubschrauberanlandung nicht möglich ist oder um unbemerkt hinter feindliche Linien zu kommen. Diese Battle-Operating-Procedure ist dafür gedacht, dass sich das Platoon möglichst schnell in die richtige Absprungkonfiguration begibt und nach der Landung im Einsatzgebiet schnell wieder organisiert, um den gestellten Auftrag zu erfüllen.

Je nach Auftrag und Lage wird eines der drei folgenden Sprungszenarien angewendet und im Briefing vor der Operation ausgegeben.

HALO

HALO (High Altitude Low Opening) Absprung aus großer Höhe und manuelles Öffnen des Schirms in niedriger Höhe.

Dieses Verfahren wurde im Vietnamkrieg entwickelt und dient dazu, Kräfte außerhalb der Reichweite mittlerer Flugabwehr absetzen zu können. Absprung bei 5000 – 10000 Meter (mit Sauerstoffmaske) in der Nähe des Zielgebietes. Fallschirm wird bei ~300 Metern über Grund gezogen. Das ergibt mehrere tausend Meter schneller freier Fall und verringert die Gefahr entdeckt oder aufgeklärt zu werden enorm.

HAHO

HAHO (High Altitude High Opening) Absprung aus großer Höhe und manuelles Öffnen des Schirms in großer Höhe mit anschließendem Gleiteinsatz.

Mit dem Aufkommen von Gleitfallschirmen wurde als Nachfolger zu HALO der HAHO entwickelt. Absprung bei 5000 – 10000 Meter (mit Sauerstoffmaske) und mehrere Kilometer außerhalb des Zielgebietes. Dadurch verringert sich die Gefahr für das Luftfahrzeug und die Lage der Landezone wird verschleiert. Der Gleitschirm wird nach dem Absprung geöffnet und man gleitet mehrere Kilometer ins Zielgebiet. Dabei muss der Springer ständig navigieren.

LALO

LALO (Low Altitude Low Opening) Absprung aus niedriger Höhe und schnelles manuelles Öffnen des Schirms in niedriger Höhe.

Der LALO ist im 2. Weltkrieg entwickelt worden, um Fallschirmjäger in eine vermutlich feindbesetzte Landezone absetzen zu können. Absprung zwischen 200 und 300 Meter (meistens in eine heiße Landezone). Fallschirm muss sofort nach dem Absprung geöffnet werden, es bleibt keine Zeit für den Reservefallschirm. Da dies ein sehr riskantes Verfahren zur Verbringung ist, wird nach Möglichkeit auf einen LALO verzichtet, wenn es andere Optionen gibt.

Vorbereitende Maßnahmen beim Military Free Fall

Automatisierte Vorbereitungen durch [Operator]

Nach dem üblichen Ausrüsten über das Loudout-Menü des Platoons wählt man den Button MFF (Military Free Fall) an. Damit wird der Charakter im Spiel automatisch mit der nötigen Ausrüstung zum Fallschirmsprung ausgerüstet.

  • Ausrüstungsgegenstände wie Brillen und Halstücher werden in den Rucksack verpackt
  • Nachtsicht gerät wird auf den Helm geschnallt
  • Rucksack wird anschließend um die Brust geschnallt
  • Fallschirm, Sauerstoffmaske, Höhenmesser und Sprungbrille werden angelegt

Manuelle Vorbereitungen durch [Operator]

Nach der automatischen Ausrüstung muss jeder Operator noch ein paar manuelle Vorbereitungen treffen, um sprungfertig zu sein.

  • Im Loudout-Menü das zugeteilte FT auswählen
  • Bei Absprüngen in der Nacht Knicklicht an die Uniform anheften
    • PTL/SQL/FTL: Rot
    • Operators: Grün
  • Funkkanal im SR Funkgerät auf die 81.1Mhz stellen

Aufstellung und Boarding Procedure durch [CCT]

Im Anschluss sammeln die FTL ihre Operators und führen sie auf Anweisung des SQL zum Luftfahrzeug, welches den Military Free Fall durchführt. Vor dem Luftfahrzeug erwartet der Absprungleiter (in der Regel der CCT) die Fireteams und weist diese in die Boardingreihenfolge ein.

Wenn nicht anders angegeben, werden die Fireteams entsprechend ihrer Nummerierung beginnend mit der höchsten FT-Nummer aufgestellt. Bei jedem fertig aufgestellten FT stellt der CCT durch eine kurze Funkkanalüberprüfung die Kommunikation sicher und erinnert alle Mitglieder des Fireteams, welche Art des MMF durchgeführt wird. Nach der Kurzeinweisung und dem erfolgreichen Funkcheck stellt der CCT das nächste Fireteam auf bis nur noch das Lead Team übrig ist. Dieses stellt sich zuletzt mit dem CCT auf.

Beispiel:

Fireteams 1/2/4/5/7 sind vorhanden. Entsprechend der Boarding Procedure stellt sich FT7 als erstes auf, gefolgt von FT5 usw. Das Platoon Lead FT 1 mit dem CCT stellt sich nach Abschluss der Aufstellung hinter das letzte Fireteam.

Auf das Kommando „Boarding, Boarding, Boarding“ vom CCT betreten alle Operators nacheinander das Luftfahrzeug. Hier ist darauf zu achten, dass sich keine Traube bildet, sondern jeder Operator seiner Reihenfolge entsprechend einsteigt.

Nach Abschluss des Boardingvorgangs meldet der CCT dem Piloten die Durchführung und lässt das Luftfahrzeug auf Anweisung des Piloten zum Start rollen.

Durchführung des Military Free Fall

Verbringung des Teams zur Landezone [Pilot]

Der Pilot hebt auf Anweisung des CCT vom Flugplatz ab und steuert die geplante Landzone an. Dabei ist zu beachten, dass er die Anflugrichtung und Höhe des Luftfahrzeugs bei der Landezone entsprechend der Planung im Briefing einhält. Ungefähr 1 Minute vor der Absprungzone verringert der Pilot die Geschwindigkeit der Maschine auf unter 180km/h und gibt dem CCT über Funk das baldige Erreichen der Absprungzone durch.

Einleitung des Absprungs [CCT]

CCT gibt ca. 30 Sekunden vor Erreichen der Absprungzone den Befehl „Thirty Seconds“ durch, um alle Mitglieder, die am MFF teilnehmen, in Bereitschaft zu versetzen.

10 Sekunden vor dem Absprung zählt der CCT laut von 10 Sek auf 0 herunter und löst den Absprung durch den Befehl „Jump, Jump, Jump“ aus.

Absprung [Operators]

Auf das dritte „Jump“ verlassen (doppelt Taste V) alle Operators das Luftfahrzeug und versuchen entsprechend der Verbringungsart (Freifallphase/Auslösen des Fallschirms/Gleitphase) möglichst zeitgleich und nah die Landezone zu erreichen.

Flugphase [Operators]

Während des Freifallfluges versuchen alle Operators möglichst dicht zusammenzubleiben ohne den Mindestsicherheitsabstand von ca. 5 Meter zu unterschreiten. 

Auslösen des Fallschirms [Operators]

Der Fallschirm wird entsprechend der Fallschirmsprungart (HALO/HAHO/LALO) auf der festgesetzten Flughöhe (Bekanntgabe im Briefing) manuell vom Springer ausgelöst. Dabei ist zu beachten, dass ein Mindestabstand von ca. 15 Metern zu anderen Springern eingehalten wird. Der Operator versucht nun möglichst exakt, die vorgegebene Landezone zu treffen. Beim Erreichen ist diese umgehend zu verlassen.

Landung [Operators]

Nach dem Aufsetzen sammeln sich alle Operators bei ihren Fireteam, Squad bzw. Platoon Leadern in der Nähe der Landezone und organisieren sich möglichst schnell wieder. Dabei wird wieder die reguläre Ausrüstung aufgenommen und die übliche Struktur in Fireteams und Squads hergestellt. Dabei ist durch FTL und SQL sicherzustellen, dass die Sicherung in möglichst alle Richtungen gewährleistet ist.

Ablauf:

  • Funkspruch über den SR Funkkanal 81.1Mhz das man gelandet ist: „TITAN 3-2 on the Ground“
  • Ablegen der MFF Ausrüstung (Maske, Brille, Fallschirm)
  • Anlegen der üblichen Ausrüstung aus dem Rucksack
  • Anmelden im FT/SQ/PL -Funkkreis
  • Sammeln bei seinen PL/SQ/FT – Element in der Nähe der Dropzone
8th SFG TITAN Platoon

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