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Rising Giant_Phase I
Rising Giant
ArmA 3 Kampagne
Konfliktgebiet:

Südost Asien

Operationen:
0
Beginn:

Nov-2020

Ende:

offen

Status:

in progress

Ausgang:

open

Konfliktparteien
Association of Southeast Asian Nations
ASEAN - Association of Southeast Asian Nations
Volksrepublik China

Volksrepublik China

USA
Vereinigte Staaten von Amerika

Einst federführend in Kultur, Wissenschaft und Kriegstechnik. Von Kaisern regiert, durch Bürgerkriege zerrüttet, im Grauen des Zweiten Weltkrieges fast vernichtet, während des Kalten Krieges ein Stern am kommunistischen Himmel und jetzt im Zeitalter der Moderne ein aufstrebender Gigant. China.

 

 

Jahr 1945-2000:

Die Volksrepublik China, gegründet 1949, war durch die Nachwirkungen und die Zerstörungen des zweiten Weltkrieges und die Konflikte der Nachkriegszeit geschwächt und seine Wirtschaft am Boden. Mit der Unterstützung der befreundeten Sowjetunion und den Grundsätzen des Kommunismus gewappnet, machte man sich daran, das Land wieder aufzubauen. Während die politische Führung jegliche Kritik an ihrem Regime unterdrückte und sich von ihrem kommunistischen Nachbarn abwandte, strauchelte das Land von einer Krise in die nächste. Hungersnöte, die Millionen dahinrafften, eine ineffiziente Wirtschaft und die permanente Angst einer sowjetischen Invasion zeichneten das Land fast zwei Jahrzehnte lang.

Jahr 2000-2018

Zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts präsentierte die Volksrepublik die Pläne für ein globales Handelsnetzwerk. Die „neue Seidenstraße“ soll sich, wie ihr historisches Vorbild, von China über weite Teile Südostasiens, Afrika bis nach Europa erstrecken. Mit dem Ziel neue Absatzmärkte zu eröffnen und den Warenhandel zur fördern, plante die Volksrepublik den Ausbau mehrerer Landverbindungen nach Europa sowie den Aufbau einer Seehandelsroute entlang des Indischen Ozeans ins Mittelmeer. Der Aufstieg zu einer Weltmacht in der ersten Jahrhunderthälfte, gleichgestellt mit Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika, ist das ambitionierte Ziel der Volksrepublik. Im Verlaufe der letzten zwei Jahrzehnte verpflichteten sich über 100 Länder entlang der geplanten Strecken zur Teilnahme an dem Megaprojekt. Durch den Bau dringend benötigter Infrastruktur und die großzügige Vergabe von Krediten durch Chinas Staatsbanken und die Förderung und Vernetzung von Forschungsprojekten weltweit, erweiterte die Volksrepublik China ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluss auf die beteiligten Länder.

 

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Währenddessen zeigte sich, dass die USA, welche seit Ende des Zweiten Weltkrieges eine Vormachtstellung im Westpazifik inne hatte, sich immer weiter aus diesem Gebiet zurückzog. Nach fast 20 Jahren, in denen die Vereinigten Staaten als Weltpolizei aufgetreten waren, war die US-Bevölkerung dem Kriege müde. So wurde das Verlangen immer lauter, US-Truppen zum Schutze innerer Belange nach Hause zu holen. Aus diesem Grund verkündete US Präsident Barack Obama 2010 den schrittweisen Abzug von US-Truppen aus dem Westpazifik. Diese Chance nutzte die Volksrepublik dazu, die eigene Vormachtstellung im asiatischen Raum auszubauen. Von diesem Vorgehen zeigten sich Chinas Nachbarstaaten – im Besonderen die Staaten des ASEAN Bundes – bedroht. Deren Befürchtungen bestätigten sich schnell durch die aggressive Expansionspolitik Chinas im südchinesischen Meer und dem wachsenden Einfluss durch das Projekt der neuen Seidenstraße.

 

Jahr 2018 – 2019

Der ASEAN Bund, ursprünglich gegründet als Wirtschaftsvereinigung mit dem Ziel der Verbesserung der wirtschaftlichen, politischen, sowie der sozialen Zusammenarbeit, entschloss sich zu einer engeren Zusammenarbeit, um die Interessen und die Sicherheit der beteiligten Staaten sicherzustellen. Diese Entscheidung wurde während des Konfliktes um die Spratly Inseln bestätigt, in dem die USA gezeigt hatte, dass sie nicht als vertrauenswürdiger Garant für die Sicherheit des südostasiatischen Staaten fungierten.

Durch den immer weiter zunehmenden Einfluss Chinas sahen sich die ASEAN Staaten im Jahr 2019 im Zugzwang. Man entschied sich dazu, die Machtbestrebungen Pekings mittels Handelssanktionen einzudämmen. Anfängliche Handelsbeschränkungen, wie die Erhöhung von Zöllen, Importverbote von chinesischen Waren, ein Einreiseverbot für chinesische Leiharbeiter, die Erhöhung von Hafengebühren für chinesische Schiffe  sowie ein Verbot zum Verkauf strategischer Ressourcen an die Volksrepublik, zeigten nicht die gewünschte Wirkung. Ein Sprecher der chinesischen Regierung verurteilte diese Maßnahmen. China werde solche Beschränkung der chinesischen Freiheit nicht hinnehmen und man werde seine Interessen durchsetzen. Wenn nötig sei man bereit alle nötigen Mittel einzusetzen. Beobachter der Vereinten Nationen äußerten ihre Besorgnis über die zunehmende Eskalationsbereitschaft Chinas. So ist einem internen Bericht zu entnehmen, dass Peking mit der Besetzung der Spratly Inseln gezeigt habe, dass es  militärischen Auseinandersetzungen nicht scheue.

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ab 2020

Der Konflikt eskalierte anfangs 2020, als die Regierungen Malaysias und Indonesiens erklärten, die Straße von Malakka für die chinesische Schifffahrt sperren zu wollen. Mit dieser Maßnahme setzten sie die Volksrepublik unter massiven Druck, da diese 80% ihrer Ölimporte durch die Straße von Malakka bezieht. Die internationale Gemeinschaft, allen voran die USA und die Europäische Union, kritisierten diesen Schritt scharf. Durch diese Maßnahme wurde die USA in einen Interessenskonflikt gestürzt. So gilt die USA auf der einen Seite als Schutzmacht Malaysias, vertritt auf der anderen Seite jedoch das Recht auf freie Schifffahrt und freien Handel. Die Haltung der russischen Föderation gegenüber China ist seit dem Konflikt auf den Spratly Inseln im Jahr 2016 ebenfalls feindselig. Daher bestand für China nicht die Möglichkeit, seinen Öl-Bedarf aus russischen Ölfeldern zu decken.

Als unmittelbare Reaktion auf die Blockade entsandte die Volksrepublik China eine Delegation und verlangte die Öffnung der Straße von Malakka für jeglichen chinesischen Schiffsverkehr. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, wurde ein Kampfverband um den Flugzeugträger Liaoning der chinesischen Marine in die Nähe des Konfliktgebietes entsandt. Dieser erreichte das Konfliktgebiet eine Woche nach Beginn der Blockade. Während der siebenwöchigen Verhandlungen konnte die chinesische Delegation keine zufriedenstellende Vereinbarung mit den ASEAN Staaten treffen.

Mit der für die chinesische Wirtschaft zunehmend problematischeren Versorgungslage, entschied die Regierung in Peking, dass man die Seeblockade brechen wolle. Zu diesem Zweck wurde ein Konvoi  mehrerer Öltanker angewiesen, die Straße von Malakka zu passieren. Der chinesische Trägerverband sollte den Konvoi nach der Passage aufnehmen und bis in chinesische Hoheitsgewässer eskortieren. Das Ziel Chinas war es, die ASEAN Staaten in ihre Schranken zu weisen und Stärke und Entschlossenheit zu demonstrieren. Die einstimmige Meinung der chinesischen Regierung war es, dass die ASEAN Staaten die Blockade nicht durch den Einsatz militärischer Mittel durchsetzen würden. Wenige Stunden nach der Einfahrt des Konvois in die Straße von Malakka wurden die Öltanker jedoch durch die Streitkräfte Malaysias und Indonesiens aufgebracht. Während dieser Operation wurden mehrere Besatzungsmitglieder verletzt und getötet. Unter den Getöteten befanden sich sieben chinesische Staatsbürger.

China warf Indonesien und Malaysia vor, entgegen jeglichen Rechtes die betroffenen Schiffe geentert zu haben und am Tod chinesischer Staatsbürger beteiligt zu sein. Ein Ultimatum, nachdem die Öltanker innert 24 Stunden zurück an die Besatzungen übergeben werden sollten und die Durchfahrt der Schiffe in Richtung Chinas nicht weiter behindert werde, verstrich durch Indonesien und Malaysia unbeachtet.

Auf Grundlage dieses Vorfalls entschied sich China dazu, die betroffenen Schiffe durch den Kampfverband zurückzuerobern, und die Durchfahrt für weitere chinesische Schiffe durch den Einsatz militärischer Mittel zu erzwingen. Während der Befreiung der Straße von Malakka kam es zu ersten Kampfhandlungen zwischen chinesischen, indonesischen, und malaiischen Kriegsschiffen. Durch den unerwarteten Angriff gelang es dem chinesischen Kampfverband, die Blockade kurzzeitig zu brechen, sowie die Öltanker zurückzuerobern. Nach dem anfänglichen Erfolg zog sich die chinesische Flotte in den Süden des südchinesischen Meeres zurück. Eine dauerhafte Besetzung der Straße von Malakka war ihnen aufgrund von Nachschubknappheit nicht möglich.

Mit Beginn der Kampfhandlungen befindet sich China gegenüber Malaysia und Indonesien defacto im Kriegszustand. Weitere ASEAN Staaten wie Kambodscha, Thailand, Vietnam und die Philippinen sagten Indonesien und Malaysia ihre Unterstützung zu, da auch sie sich durch die Expansionspolitik Chinas bedroht fühlten. Seit diesem Zeitpunkt sind die Verhandlungen auf Eis gelegt. Versuche der Europäischen Union und der USA, vermittelnd einzugreifen, sind bisher gescheitert. „China wird nicht nachgeben, bis der chinesische Seehandel in der Region wieder hergestellt ist und Indonesien und Malaysia vollumfänglich für den entstandenen wirtschaftlichen Schaden aufgekommen sind.“, so Xi Jinping in einer Ansprache vor den Vereinten Nationen.

Mit der Invasion Malaysias durch chinesische Streitkräfte ab Anfang Oktober 2020 eskalierte die Situation ein weiteres Mal. Zwar befanden sich die Streitkräfte der ASEAN Staaten in erhöhter Alarmbereitschaft, die Invasion Malaysias kam jedoch für alle Beteiligten unerwartet. Die Anlandung der chinesischen Armee erfolgte im Bundesstaate Terengganu an der Ost-Küste des Landes, rund 250 km von der Hauptstadt Kuala Lumpur entfernt. Dort war die Volksbefreiungsarmee in der Lage, innert weniger Stunden einen Brückenkopf zu sichern. Nach verlustreichen Gefechten gelang es der malaiischen Armee die chinesische Armee vorerst aufzuhalten.

US Nachrichtendiensten zufolge befinden sich bereits jetzt rund 220 000 Soldaten der Volksbefreiungsarmee auf Malaysischem Boden. Große Teile der chinesischen Flotte wurden in den Süden des südchinesischen Meeres entsandt. Die Schiffe sollen die anderen ASEAN Staaten davon abhalten, in den Konflikt einzugreifen. Weitere Armeeeinheiten sind an der chinesisch-vietnamesischen Grenze aufmarschiert. Während Malaysia auf militärische Unterstützung durch seine Verbündeten wartet, sind die Augen der Welt auf die USA gerichtet und es wird mit Spannung erwartete wie die Vereinigten Staaten auf eine solche Aggressionen gegenüber einem Verbündeten reagieren werden.

Mit dem erfolgreichen Gegenstoß der Streitkräfte Malaysias, der USA, der Philippinen und weiterer Verbündeter ist es der Koalition gelungen, die Chinesische Invasion Streitmacht weit in den Nord-Osten Malaysias zurück zu drängen. Zunehmende Nachschubprobleme, das Fehlen einer organisierten Verteidigung sowie das Ausbleiben weiterer Verstärkung haben die chinesischen Truppen kurz vor den Zusammenbruch geführt. Unbestätigten Meldungen zufolge kam es bereits zur Kapitulation größerer Truppenteile. Der Verbleib des Chinesischen Oberbefehlshabers in Malaysia ist seit den heftigen Kämpfen um die Stadt Kuala Terrengganu ungeklärt.

 

Im Rahmen dieser Entwicklung bestellt der Chinesischen Staatspräsiden Xi Jinping vor wenigen Tagen den Botschafter der Vereinigte Staaten von Amerika zu seinem Amtssitz in Peking ein. Während dieses Zusammentreffens forderte der chinesische Präsident den Botschafter dazu auf eine wichtige Nachricht an den US Präsidenten Joe Biden zu überbringen.
 

In dem geheimen Schreiben erklärte Xi Jinping, dass die Volksrepublik China eine weitere Einmischung der USA sowie Angriffe auf Ziele innerhalb Chinas nicht mehr hinnehmen werde. Sollte es zu einer Ausweitung der US Interventionen kommen, drohte er den Einsatz des chinesischen Atomwaffenarsenals an. Da jedoch eine gegenseitige Vernichtung wahrlich nicht im Interesse des Chinesischen Volkes liege, erwäge man auch in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten und mit Australien als Neutralem Vermittler, eine Rückkehr zum Status Quo in der Region, so das Schreiben weiter.

 

Auf Grundlage dieses Schreibens und nach Rücksprache mit den Vertretern der ASEAN Staaten hat der US Präsident Verhandlungen mit der Volksrepublik China zugestimmt. Vertreter aller Beteiligten Staaten trafen sich Mitte Mai in Melbourne um über die Bedingungen für den Abzug der Chinesischen Truppen aus Malaysia und die Folgen des Konflikt zu debattieren. Experten gehen davon aus, dass sich die Gespräche über mehrere Monate in die Länge ziehen werden. Über die genauen Forderungen für den Abzug gebe es noch keine gesicherten Informationen, jedoch ist davon auszugehen, dass besonders Malaysia gesondert auf Reparationen und die ASEAN Staaten geschlossen auf eine Einschränkung des chinesischen Einflusses in der Region bestehen werden. Hinweise deuten darauf hin, dass im speziellen über die Gebietsansprüche Chinas im Südchinesischen Meer und den Handels- und damit auch Einflusszuwachs Chinas mittels des Projekts der „Neuen Seidenstrasse“ in Asien, über den mittleren Osten bis nach Europa habe, beraten werde. Ein Verlust oder eine Einschränkung des Projekts der „Neuen Seidenstrasse“ hätte enorme finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen auf China, so mehrere Politische Berater des Weißen Hauses.

 

Was auch immer am Ende der Verhandlungen entschieden werde, mit diesem Konflikt haben erstmals seit vielen Jahren wieder zwei Supermächte in einer direkten Auseinandersetzung die Klingen gekreuzt. Dies zeigt einmal mehr, dass die Zeiten in denen die Großmächte ihre Interessen nur hinter den Kulissen verteidigen, endgültig vorbei sind.

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