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Rising-Giant_II
Rising Giant - PHASE II
Konfliktgebiet:

Vorderasien

Operationen:
Beginn:

Mai - 2021

Ende:

offen

Status:

läuft

Ausgang:

offen

Konfliktparteien
GCC_Flag
GCC - Gulf Cooperation Council
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Islamische Republik Iran

1920px-Flag_of_the_United_States
Vereinigte Staaten von Amerika
Volksrepublik China
Volksrepublik China

Jahre 1925 – 1951

Pahlavi & Irankriese

Geführt von Reza Pahlavi etablierte sich 1925  eine Monarchie die, nach der 850 Jahre andauernden Türkischen Besetzung, zum ersten mal stabile interne Reformen durchführte und das Land als Nation wiederbelebte. Die Mittelschicht begrüßt diese Verschiebung und Neuausrichtung, der islamische Klerus hingegen schließt sich der Reform Bewegung nicht an. Es kam zu Spannungen zwischen der Herrscherfamilie und dem Klerus die sich erst 1979 entladen sollten.

Das wiedergewonnene nationale Selbstverständnis spiegelte sich besonders außenpolitische wieder, so hielt der Iran in den 1930er Jahren engen Kontakt zu den USA und NS-Deutschland. Dies führte, mit beginn des zweiten Weltkriegs, zu einem diplomatische Spagat der vor dem Hintergrund der enormen Bodenschätze des Landes für die Alliierten  inakzeptabel war. 1941 marschierten sowohl britische als auch sowjetische Kräfte von Süden und Norden her in das Land ein und zwangen Reza Pahlavi zur Abdankung. 

An Stelle Reza Pahlavis  wurde dessen pro westlicher Sohn Mohammad R. Pahlavi eingesetzt.

Das Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 brachte dem Iran keinen Frieden, da sich nur britische und amerikanische nicht aber die sowjetischen Truppen aus dem Land zurückzogen.

Diese mögliche Verschiebung der Kontrolle der iranischen Ölfelder hin zur Sowjetunion war für Präsident Harry S. Truman und seinen Stab inakzeptabel, Militärische Konsequenzen bis hin zum Einsatz von Atomwaffen wurden erwogen und an Stalin übermittelt. Dieser entschloss sich, unter dem enormen politischen Druck, 1946 die Rote Armee abzuziehen. Auch wenn kein dritter Weltkrieg ausbrach markiert die Irankriese den Beginn eines kalten Krieges.

Für den Iran resultierte die Irankriese zwar in großer Popularität für Mohammad R. Pahlavi, dem vermeintlichen Sieger über die Sowjetunion, sowie die Wiedereingliederung der Nordprovinz Aserbaidschan, aber auch im wirtschaftlichen Ruin und einer nahezu Unmöglichkeit eines Aufschwungs, da die Ölfelder nach wie vor zu rund 80% unter Kontrolle der britisch geführten Anglo-Iranian Oil Company (später BP) bleiben. Außerdem sah sich die Sowjetunion, trotz ihres Abzuges nicht veranlasst die  abtransportierten Goldreserven des Landes zurück zu führen.

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Mohammad R. Pahlavi

Jahre 1951 – 1978

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Operation Ajax

Mossadegh & Operation Ajax

Nach demokratischen Wahlen wurde im April 1951 Mohammad Mossadegh durch Mohammad R. Pahlavi zum Premierminister des Iran ernannt und von Parlament bestätigt.
Eines von Mossadeghs programmatischen Schlüsselziele war die Verstaatlichung der Ölfelder und der Ölreserven in der Absicht die Ressourcen des Landes aus dem Griff der Anglo-Iranian Oil Company zu befreien und für die Bevölkerung, oder dessen Vertreter, nutzbar zu machen.

Die Durchführung der Verstaatlichung stellte aus Sicht Großbritanniens und der ersten Welt einen nicht unerheblichen Vertragsbruch da und führte zu andauernden internationalen Protesten und einer Seeblockade durch die Royal Navy. Die Situation blieb, trotz multipler Schlichtungsversuche, über zwei Jahre angespannt. Diese Anspannung, direkt an der sowjetischen Grenze, war weder für die USA noch Großbritannien auf Dauer akzeptabel.

Im Juli 1953 autorisierten Churchill und Eisenhauer die durch MI6 und die CIA vorbereitete Operation AJAX und einen damit verbundenen Staatsstreich.

Trotz vermehrter Protest der Bevölkerung gelang es in nur vier Tagen Mohammed Mossadegh abzusetzen und die pro Westliche, Anti-Kommunistische, Absolute Monarchie unter der Führung Mohammad R. Pahlavis zu reetablieren.

Die durch die USA und Großbritannien unterstützte Wiederermächtigung Pahlavis führte zwar zu einer temporären Stabilisierung der Iranischen Regierung, besonders im Kontext des kalten Krieges, ultimativ jedoch zu einem andauernden Bruch zwischen Regierung und Bevölkerung die ihren Höhepunkt in der Revolution von 1979 finden sollte.

Jahre 1978 – 1989

Revolution & Geiselnahme von Teheran

In den Jahren 1978/79 findet im Iran eine Revolution statt welche denn Iran von einer Absoluten Monarchie unter der Pahlavi Familie in einen repressiven Gottesstaat unter Leitung des Obersten Führers Ruhollah Chomeinis transformiert.

In nur 13 Monaten verlieren die USA einen ihrer wichtigsten geopolitischen Partner in Vorderasien und gewinnen stattdessen einen erbitterten Gegner.

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Ruhollah Chomeini

Zeitungsartikel gegen Chomeini

Am 7. Januar 1978 veröffentlicht die iranische Zeitung Ettelā’āt einen Artikel, in dem der im Irak im Exil lebende Kleriker Ruhollah Chomeini verunglimpft und beleidigt wird. 

Der Artikel löst erst erste Proteste unter sympathisierenden Studierenden aus, vier von ihnen werden im laufe der Proteste durch die geheime Staatspolizei SAVAK getötet. 

Jan, 1978

Kreislauf der Gewalt

Wie üblich in der schiitischen Tradition werden vierzig Tage nach dem ableben Trauerveranstaltungen abgehalten.

Bei einem dieser Trauermärsche wird ein weiterer Demonstrant getötet. Es beginnt ein Kreislauf von Demonstrationen, staatlicher Gewalt, und Trauermärschen in drei dutzend iranischen Städten.

ArmA 3 Clan MilSim - Schwarzer Freitag 8. September 1978 Teheran

Feb, 1978

Brandanschlag Cinema Rex

Am 19. August 1978, dem 25. Jahrestags des Sturzes von Mohammad Mossdagh, werden bei einem Brandanschlag auf das Kino Cinema Rex 477 Menschen getötet. 

Die Opposition macht die Mohammed R. Pahlavi treue SAVAK verantwortlich und dominierte mit starken Anschuldigungen die öffentliche Meinung. 

Aus heutiger Sicht steht es außer Frage, dass Geistliche unter Anweisungen des obersten geistigen gelehrten Ruhollah Chomeini den Anschlag durchführten (Fatwa gegen koloniale Programme und westliches Kino).

Aug, 1978

Schwarzer Freitag

Anlässlich des beginnenden Ramadan wird zum 8. September 1978 im ganzen Land zu Demonstrationen aufgerufen. Der Staat zieht rund 200 Panzer und 100.000 Soldaten in Teheran zusammen. 

Es kommt zu Schusswechseln, 64 Demonstranten Sterben, über Teheran wird der Ausnahmezustand verhängt.  

Sep, 1978

Ausweisung aus dem Irak

Nach wiederholten Aufforderungen Palahvis verweist Saddam Hussein Ruhollah Chomeini des Landes.

Chomeini flieht nach Frankreich und weiß auch hier die öffentliche Meinung für sich zu gewinnen.

Er präsentiert sich als „Gandhi des Iran“.

ArmA 3 Clan MilSim - Imam in Paris

Okt, 1978

Konferenz von Guadeloupe

Als Reaktion auf die Ereignisse im Iran und die öffentliche Wirkung Chomeinis beschließen der Französische Präsident Valéry Giscard d’Estaing, US Präsident Jimmy Carter, der Britische Premierminister James Callaghhan und der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt, das bestehende System im Iran unter Palahvi nicht weiter zu unterstützen. 

Jan, 1979

Mohammad R. Pahlavi geht ins Exil

Shah Mohammad R. Pahlavi und seine Familie reisen unter dem Vorwand eines Urlaubs nach Ägypten ab. 

„Ich gebe den Iran in Eure und Gottes Obhut“

Jan, 1979

Erster Sturm auf US Botschaft

Am 14. Februar 1979 wird die US Botschaft in Teheran von Demonstranten überrannt. 

Das Botschaftspersonal ergibt sich, die Situation kann nach drei Stunden aufgelöst werden. 

Feb, 1979

Beginn der politischen Säuberung

Nach kurzen Gefechten mit Shah treuen Truppen übernehmen die Revolutionsführer unter oberster Leitung Chomeinis endgültig den Staat.

Bald danach beginnen die Verhaftungen und Exekutionen. 

Amnesty International schätzt ~3.000 Tote in den ersten 12 Monaten. Andere Quellen legen nahe, dass im selben Zeitraum bis zu ~7.750 Menschen ermordet wurden.

In den Jahren 1981 bis 1985 werden weitere ~8.000 Menschen durch Revolutionsgerichte zum Tode verurteilt. 

Bis heute ist der Iran eines der Länder in dem die meisten Todesurteile verhangen und vollstreckt werden.

ArmA 3 Clan MilSim - Firing Squad in Iran

Mär, 1979

Gründung der Iranischen Revolutionsgarde

Am 5. Mai 1979 wird die „Armee der Wächter der Islamischen Revolution“ (Iranische Revolutionsgarde) von Ruhollah Chomeini aufgestellt. 

Ihr Auftrag ist die Aufrechterhaltung des „neuen“ Politischen Systems, sowie das unterbinden von „Abweichenden Bewegungen“ im In- und Ausland. 

Auf Grund von im Ausland durchgeführten Aktionen, wird die Revolutionsgarde und eine untergeordnete Organisationen namens „Quds“ seit dem 8. April 2019 als terroristische Vereinigung eingestuft.

Mai, 1979

Bestätigung der Welāyat-e Faqih Doktrin

Nach Wahlen für oder gegen den Islam entschließt sich die überwältigende Mehrheit der Wähler für den Islam.

Eine neue Verfassung wird erarbeitet. Eines ihrer Grundprinzipien besagt, dass alle Macht nicht vom Volk, sondern vom Islam (Hokūmat-e Eslāmi) bzw. vom obersten islamischen Rechtsgelehrten (Welāyat-e Faqih) ausgeht.

Die zu 80% analphabetischen Wähler wurde mit solchen Details nicht belästigt, es galt lediglich ein Kreuz zu setzen. Wer es bei grün setzte entschied sich für den Islam.

Okt, 1979

Geiselnahme von Teheran

Am 4. November 1979 verschaffen sich Demonstranten Zugang zur US Botschaft in Teheran und nehmen das gesamte Personal als Geiseln. 

Verhandlungsspezialisten werden aus den USA entsandt und können erste erfolge erzielen. 

Iranische Kapitalanlagen in den USA werden eingefroren, Sanktionen werden erwogen und im laufe der Zeit implementiert.

ArmA 3 Clan MilSim - Iran hostage crisis Iraninan students comes up U.S. embassy in Tehran

Nov, 1979

Operation Eagle Claw

Am 24. April 1980 startet Operation Eagle Claw mit dem Ziel der gewaltsamen Befreiung der 52 Geiseln durch Kräfte des 1st Special Forces Operational Detachment-Delta unterstützt durch Kräfte des 75th Ranger Regiment.

Die Operation musste abgebrochen werden, nachdem eine RH-53D und eine C-130 in einem Sandsturm abstürzen. 

Acht angehörige der US-Streitkräfte verlieren ihr Leben.

Die iranische Presse spricht von „göttlicher Intervention“.

ArmA 3 Clan MilSim - Eagle Claw wrecks at Desert One April 1980

Apr. 1980

Beginn des Iran – Irak Krieges

Am 22. September 1980 überfällt der vom Diktator Saddam Hussein geführte Irak die junge islamische Republik Iran.

Der Konflikt wird acht Jahre andauern, Hunderttausende das Leben kosten und in einem Waffenstillstand enden.

ArmA 3 Clan MilSim - Children In iraq iran war4

Sep, 1980

Das Ende der Geiselnahme

Nach 444 Tagen Gefangenschaft werden die Geiseln freigelassen. 

Iranische Kapitalanlagen werden Freigegeben und Sanktionen Aufgehoben.

 

ArmA 3 Clan MilSim - Iran hostages return

Jan, 1981
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Verlauf Iran – Irak Krieg

Iran – Irak Krieg

In den Jahren 1981 bis 1989 bestimmt vor allem anderen der Iran – Irak Krieg und die Etablierung des neuen Politischen Systems die islamische Republik Iran.

Trotz erster Erfolge in der Provinz Chuzestan in den ersten drei Monaten, verliert die irakische Invasion ihren Schwung beim erreichen der iranischen Gebirgszüge und größerer urbaner Zentren. Was folgt sind erbitterte Stellungskämpfe und erfolglose Offensiven die, trotz dem Einsatz von modernen Flugzeugen, Kampfpanzern und Ausrüstung, an den ersten Weltkrieg erinnern.

Da es durch Gefechte am Boden zu keinem Ergebnis kommt, erweiterte sich ab 1984 der Fokus des Konflikts auf strategische Luftangriffe und Seewege. Der Irak nutze seine Luftwaffe sowie SRBM’s z.B. Sowjetische SCUDs um strategische Angriffe auf Populationszentren im Iran durchzuführen. Der Iran nutzte, nach ersten irakischen Angriffen auf Tanker durch Schnellboote, seine Marine um die irakische Küste zu blockieren.

Am 17. Mai 1987 wir USS Stark (FFG-31), ein Lenkwaffenzerstörer der US Navy, von zwei irakisch abgefeuerten Exocet Raketen getroffen und schwer beschädigt,  37 US Seeleute werden getötet, 21 verwundet.

Ultimativ wird der Konflikt zwischen 365.000 und 875.000 Menschenleben kosten, beide Länder Wirtschaftlich schwächen und keine Grenzverschiebung bewirken.

Der Krieg, der die islamische Republik Iran politisch schwächen sollte, bewirkte das genaue Gegenteil. Die Bevölkerung stellt sich hinter den zuvor noch umstrittenen Machthaber Chomeini. Die sieben Jahre andauernde Isolation des Iran führt zum Aufbau einer eigenen Rüstungsindustrie die, bis heute, zahlreiche selbst entwickelte Waffensysteme prodoziert.

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Iranischer Soldat mit Gasmaske
A port quarter view of the guided missile frigate USS STARK (FFG-31) listing to port after being struck by an Iraqi-launched Exocet missile.
USS Stark

Jahre 1989 – 2020

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Ali Khamenei

Ali Khamenei & politscher Überblick

Am 3. Juni 1989 stirbt Ruhollah Chomeini, oberster Rechtsgelehrter und Staatsoberhaupt des Iran. Einen Tag später wird sein ehemaliger Schüler und damaliger Staatspräsident Ali Khamenei von einem religiösen Expertenrat  zum neuen obersten Rechtsgelehrten ernannt. Wie auch sein Vorgänger ist er oberste geistliche Instanz (Ajatollah), Oberbefehlshaber der regulären Streitkräfte, Oberbefehlshaber der Revolutionsgarde und Staatsoberhaupt (Oberster Führer)  des Iran.

Die folgenden acht Jahre (1989 – 1997) unter Staatspräsident Ali Rafsandschāni sind gezeichnet von pragmatischem Konservativismus. Die Wirtschaft soll gefördert werden, Kriegsschaden sollen beseitigt werden. Um diese Ziele umzusetzen, wird die politische Isolation beendet. Unter der Behauptung man habe kein Interesse an einem Export der Revolution, werden Beizungen zu Staaten in Vorderasien z.B. Saudi Arabien aufgebaut und normalisiert.

In den Jahren 1997 – 2005 kommt es im Iran zu Reformbewegungen. In den präsidentschafts Wahlen 1997 gewinnt überraschend Mohammad Chātamī. Chatami sprach sich offen für Meinungsfreiheit und Toleranz aus, die Islamische Republik begann überregionale Beziehungen nach Europa und Asien aufzubauen.  Diese Öffnung führte zu Spannungen zwischen  dem machhabenden Klerus und den Reformisten. 1999 kommt es zu Protesten welche ultimativ vom Staat unterdrückt werden. Nach den Wahlen 2001 verliert die Reformbewegung endgültig ihren Schwung. Chatami wird zwar wiedergewählt, aber rund 50% seiner Parteigenossen wird es untersagt zu Kandidieren,  liberale Zeitungen werden Vorboten. Der Eingriff von nicht gewählten, durch die Verfassung vorgesehenen fundamentalistischen Überwachungsinstanzen beendet endgültig den Anschein von Demokratie in der Islamischen Republik.

Der Reformbewegung folgt eine Politik des kompromisslosen Konservativismus. Während seines feierlichen Amtsantritts küsste Mahmud Ahmadineschād, sechster Staatspräsident des Iran, Khameneis Hand als Zeichen seiner Gefolgschaft und Loyalität. Die Islamische Republik Iran beginnt sich zu isolieren. Proteste aus Europa und Nordamerika bezüglich der Missachtung von Menschenrechten und dem nun endgültigen Bruch mit der Demokratie werden mit ablend- bis feindseliger Rhetorik beantwortet. Die Ablehnung der westlichen Welt wir z.B. durch die Holocaustleugnungskonferenz im Iran 2006 zur schau gestellt.

2013 wurde Mahmud Ahmadineschad vom Pragmatisten Hassan Rohani als Staatspräsident abgelöst.

Iranisches Nuklearprogramm

Die Wurzeln des iranischen Nuklearprogramms reichen zurück zu Präsident Eisenhauers „Atoms For Peace Programm“ der 1950/60er Jahre. Es war vorgesehen, dass bis zum Jahr 2000 23. Atomkraftwerke gebaut werden sollten. Ein durch die USA gebautes Kernforschungszentrum in Teheran wird 1967 Fertiggestellt.

Bis zur Revolution 1979 befanden sich zwei Kernkraftwerk im Bau, Buschehr und Darkhovin. Mit Beginn der Revolution stoppten alle Bauarbeiten. Die US und französischen Lieferungen von Hochangereichertem Uran für das Kernforschungszentrum werden eingestellt, dass Kernforschungszentrum wird stillgelegt.

Im Jahr 1987 unterzeichnen Argentinien und Iran eine Abkommen, welches die Nuklearforschung im Iran wiederbelebt. Der Ausbau des Atomprogramms wird in den 1990ern durch einen Abkommen mit Russland weiter unterstützt, die Anlage in Buschehr wird 2007 fertiggestellt und durch Russland mit Material beliefert.

Pläne zum Bau einer durch China unterstützten Urananreicherungsanlage können durch US Diplomaten 1996 verhindert werden.

In den fühen 2000ern wird bekannt, dass der Iran geheime Anlagen unterhält und Ausbaut. Die islamische Republik beteuert die rein zivile Nutzung als Ziel des Programms, kommt Forderungen, zur Offenlegung der Pläne des Programms und damit verbundenen Kontrollen, durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) jedoch nicht nach.

Mit beginn der extrem Konservativen Politik im Jahr 2005 zementiert sich die iranische Ablehnung von Zusammenarbeit mit IAEO und EU, die Bedeutung und Notwendigkeit des Atomwaffensperrvertrag werden von Teilen der Ahmadineschad Regierung angezweifelt. Alle Kompromissvorschläge der EU und Russlands werden durch den Iran abgelehnt, die Verhandlungen erreichen 2006 einen „Toten Punkt“.

Im Jahr 2007 wird der Weltsicherheitsrat eingeschaltet, durch andauernder Verhandlungen kommt es erst 2015 zum Abschluss eines Abkommens. In den sieben Jahren der Verhandlung schafft es der Iran, trotz internationaler Sanktionen, seine Fähigkeiten zur Herstellung von Brennstäben und der Urananreicherung massiv auszubauen.

Am 16. Januar 2016 wurden alle Westlichen Sanktionen gegen den Iran aufgehoben. Ein Tag später verhängen die USA neue Sanktionen, die USA, Großbritanien, Frankreich und Deutschland sehen in Iranischen Raketentests einen verstoß gegen das verhandelte Abkommen, es kommt zu erneuten Verhandlungen und weiteren Sanktionen.

Am 5. Januar 2020 gibt der Iran bekannt, sich vollständig aus dem Atomabkommen zurückzuziehen und somit keine IAEO Kontrollen mehr zuzulassen.

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Atomprogramm des Iran

Unkonventionelle Kriegsführung

Irans Fähigkeit zur unkonventionellen Kriegsführung (UW) dient als Mittel der Machtprojektion in Vorderasien und ist gleichzeitig ein Bestandteil ihrer A2/AD Strategie.

Die Islamische Republik nutzt ihre guten Beziehungen zu Milizen und Terroristischen Vereinigungen wie z.B. Hisbollah, Hamas, schiitischen Milizen in Syrien und Huthis, um Operationen gegen Zivile und Militärische Ziele unter dem Deckmantel einer glaubhafte Abstreitbarkeit durchzuführen.

Irans Hauptwerkzeug der unkonventionellen Kriegsführung sind, die der Iranischen Revolutionsgarde untergeordneten, Quds-Einheiten (IRGC-QF). Sie unterstehen direkt Ali Khameinei und wurden 2018 als Terrororganisation eingestuft.

Neben den IRGC-QF verfügt der Iran über eine Reihe von, dem regulären Militär unterstehenden, Spezialeinheiten (Takavaran), welche ebenfalls u.a. in UW Operationen in  z.B. Syrien eingesetzt werden.

Durch diese Werkzeuge unterstützt der Iran seine Partner und Proxys finanziell, materiell, durch Ausbildung und durch operational advice. Die meisten der unterstützten Gruppen teilen ideologische oder religiöse Werte mit Iran, besonders im Bezug zum Shia-Islam und der Welāyat-e Faqih Doktrin. Darüber hinaus ist der Iran auch bereit auf Grundlage von gemeinsamen Feinden, Bedrohungen und Zielen UW Partnerschaften aufzubauen.

Die Stärke der Verbindung variiert von Partner zu Partner. Irans stärkste und erfolgreichste UW Operation ist die 1982 startende Partnerschaft mit der Hisbollah mit dem Ziel der Vernichtung Israels.

Der Strategisch deutliche Ausbau von Irans A2/AD Zone stellt die IRGC-QF und andere Spezialeinheiten vor neue Herausforderungen, neben größeren Operationen in Afghanistan, Bahrein, Irak, Libanon, Syrien und dem Yemen, führt IRGC-QF auch kleinere verdeckte Operationen in z.B. Deutschland, Frankreich, Indien oder Venezuela durch.

Beziehungen zu den USA

Vor dem Hintergrund der offen anti-westlichen Haltung des Iran seit der Revolution von 1979, der Geiselnahme von Teheran und der dem vorangegangenen US Unterstützung der Pahlavis, war das Verhältnis zwischen den USA und der Islamischen Republik immer angespannt.

Weiter vertieft wurden diese Spannungen durch den 1985 startenden, andauernden kalten Krieg zwischen Iran und Israel, sowie den andauernden Eskalationen von Irans Machtprojektion in Vorderasien durch UW Operationen, die sich gegen Verbündete z.B. Bahrein oder Saudi-Arabien der USA richten. Seit 2015 verändert Saudi-Arabien auf Grundlage der wachsenden Bedrohung durch den Iran, seine Außenpolitik grundlegend, von mäßiger Zurückhaltung zu offensiv agierender Regionalmacht.

Die wachsenden Fähigkeiten und Bereitschaft zur Durchführung von UW Operationen zeigt sich besonders am Beispiel des 2019 durchgeführten Angriffs auf die US Botschaft im Irak durch die vom Iran unterstützte Kataib Hezbollah. Die US Antwort auf diesen Angriff beinhaltet das verlegen von Truppen in die CENTCOM AOR und die Tötung des Kommandeurs der Quds-Einheiten General Major Qasem Soleimeini im Irak. Es folgen weitere indirekte Schläge von beiden Seiten, z.B.  Angriffe auf Handelsschiffe, aber keine massiven Eskalation.

Auch der seit 2002 andauernde Atomstreit spielt eine nicht unbedeutende Rolle in der Eskalation der Beziehungen. Der, aus US Sicht, nicht nachvollziehbare Wille Irans des massiven, unkontrollierte Ausbaus der nuklearen Mittel und Fähigkeiten, welche auch militärisch genutzt werden könnten, ist für die USA und seine Partner in der Region nicht hinnehmbar.

Ein weiterer internationaler Streitpunkt ist Irans Raketenprogram, welches bis in die 1970er zurückreicht und, laut Aussagen Irans, der Entwicklung von Trägerraketen zur friedlichen Erforschung des Weltalls dient. Ein, aus US Sicht, nicht zufälliges Nebenprodukt dieser Forschung ist die Konstante Weiterentwicklung von Bodenzielflug-, Seezielflug und Luftzielflugkörpern.

Die andauernden Aktionen gegen Partnernationen in der Region, verdeckte und offene Operationen gegen US Einrichtungen, der andauernde Atomstreit, der es Iran nach wie vor ermöglicht Uran anzureichern und Anlagen auszubauen sowie das ableitbare Ziel der Entwicklung von ICBMs setzten die USA unter diplomatischen Zugzwang.

ArmA 3 Clan MilSim - Demonstrations and protests against United States recognition of Jerusalem in Tehran 032
Demonstrationen gegen US Anerkennung von Jerusalem als Israels Hauptstadt.
ArmA 3 Clan MilSim - Qasem Soleiman in NAC conference
Qasem Soleimani
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Ouds unterstützter Angriff auf US Botschaft im Irak.
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Zarif und Wang Yi unterschreiben Iran–China 25 Jahre Kooperations Programm

Beziehungen zu China

Irans Wunsch der Einnahme einer Vormachtstellung in Vorderasien, der ideologische Bruch mit der westlichen Welt, der Ausbau des Atomprogramms und die Möglichkeit des massiven Ölexport als Gegenleistung machen die Islamische Republik zu einem primären Partner für die Volksrepublik China.

Am 24. Juni 2020 unterzeichnen der chinesische Außenminister Wang Yi und der Außenminister Irans Mohammad Javad Zarif einen 25 Jahre Plan. Die Kooperation sieht u.a. ein $400 Milliarden Investment Chinas in den Iran, einen Rabat auf Iranische Ölimporte durch China, sowie die Stationierung von PLA Einheiten im Iran vor.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Machtprojektionen Irans in Vorderasien und des neuen Bündnisses zwischen der Volksrepublik China und der Islamischen Republik Iran, welche den Iran in naher Zukunft u.a. in die Lage versetzten könnte Uran auf über 85% anzureichern, beginnen die Staaten des GCC, der Irak, mehrere NATO Staaten und die UN ab Juli 2020 den diplomatischen Druck auf den Iran massiv zu erhöhen um einen bewaffneten Konflikt zu vermeiden.

Der Iran lehnt, durch die UN und EU+2 angestrebte, Verhandlungen ab und droht seinerseits mit einem Ausbau seines UW Programms falls weitere Sanktionen verhängt oder Koalitionstruppen an die Grenze verlegt werden sollten.  Mehrere US Aufklärungsdrohnen werden an der afghanisch-irakischen Grenze sowie an der Straße von Hormus durch reguläre iranische Kräfte abgeschossen. US Nachrichtendienste gehen davon aus, dass China weitere Truppen in den Iran verlegt. Es kommt zu multiplen Suicide/VBIED Anschlägen in Bahrain, Irak, Saudi-Arabien und Yemen, durch dem Iran nahestehenden terroristischen Vereinigungen. Geplante Anschläge in Israel können verhindert werden, dennoch werden durch Raketenangriffe der, durch die Quds unterstützten, Hisbollah 47 Menschen verletzt und 8 getötet. Israels Präsident Reuven Rivlin appellierte in einem offenen Brief an die Vereinten Nationen für Lösung und Entspannung des Konfliktes. Gleichzeitig  betonte er, dass er als gewählter Repräsentant des Volkes verpflichtet sei das Volk zu schützen und dass alle Optionen, diplomatisch und militärisch, geprüft werden würden.

Die GCC Staaten, der Irak, mehrere NATO Staaten und die USA antworten mit Truppenverlegungen in die CENTCOM AOR. In einer Stellungnahme vom 15. September 2020 des U.S. Department of State wird betont, dass alles getan werde um ein Eskalation zu vermeiden, man aber entschlossen sei die nötigen Konsequenzen aus den Handlungen des Iran zu ziehen. Im November 2020 wird CENTCOM mit der konkreten Planung von Militäiroperationen gegen den Iran beauftragt, das Resultat der Planung ist CJTF –  Operation Sustained Freedom

CJTF – Operation Sustained Freedom

Mission Statement
  • CJTF – OSF ist eine multinationale Operation
  • Ziele:
    • Beendigung des Khamenei Regimes
    • Identifizieren, isolieren und vernichten von Massenvernichtungswaffen
    • Suche nach und Ausschaltung von Möglichkeit zur Rekrutierung, Ausbildung und Finanzierung von terroristischen Operationen im Ausland
    • Suche nach globalen Netzwerken zur illegalen Verbreitung von Kriegswaffen
    • Beendigung von Sanktionen gegen die Islamische Republik Iran und sofortige Unterstützung für die Bevölkerung

Überblick

Der von CENTCOM entwickelte Plan zur Invasion des Iran, CJTF – OSF, sieht vor, dass nach einer Blockade des Iran und massiven Luftschlägen gegen Schlüsselziele drei Task Forces, TF – West, TF – Ost und TF – Nord ( TF – SWORD) in die islamische Republik eindringen um Operationen gemäß des Mission Statement durchzuführen.

TF – West wird hauptsächlich vom Irak her vorstoßen und die Kontrolle über die Nuklearanlagen Arak, Fordow, Istfahan, Natanz, Qom und Teheran, die südwestlichen Ölfelder sowie weiterer Strategischer Schlüsselziele übernehmen. Die stärkste der drei untergeordneten Task Focres, setzt sich primär aus Irakischen und GCC Kräften zusammen, die US Komponente beinhaltend zwar Teile des 75th Ranger Regiment sowie der 82nd Airborne Division wird aber hauptsächlich unterstützend z.B. durch Luftschläge, SAR, Aufklärung etc. agieren.

TF – Ost wird primär über den Seeweg im Süden des Landes eindringen und die Kontrolle über die Atomanlagen Buschehr, sowie weiterer Strategischer Ziele übernehmen. Die initiale Anlandung der Truppen wird primär durch Kräfte der 26th Marine Expeditionary Unit, unterstützt durch u.a. NAVSOC, durchgeführt. Danach werden jedoch die zahlenmäßig deutlich stärkeren GCC Kräfte das vorgehen leiten, US Kräfte werden eine unterstützende rolle übernehmen.

TF – Nord (TF – SWORD) wird von der afghanischen Grenze her in den Iran eindringen und die Kontrolle über den Luftwaffenstützpunkt Mashhad, welcher das chinesische Regional HQ beherbergt, sowie weiterer strategischer Schlüsselziele in der Provinz Khurasan übernehmen und möglichst viele Feindkräfte an die nördliche Front binden. Die rund 5.200 Mann starke TF – Nord (TF – SWORD) setzt sich primär aus Teilen der 3rd und 8th SFG, der 173rd Airborne Brigade sowie der 10th Mechanised Brigade der saudi-arabischen Armee zusammen.

ORBAT Highlight (US sicht)

Ausgangslage CJTF – OSF

Ausgangslage TF – Nord

TF West, Ost & Nord AORs

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